Unsere Geschichte

Mit den Bibliotheken gewachsen

Die Geschichte des BVS beginnt 1980 mit einer entscheidenden Erkenntnis: Den Bibliotheken fehlte eine gemeinsame Stimme und damit auch das politische Gewicht, ihre Anliegen wirksam zu vertreten.

Das wollte Franz Berger, Leiter der Büchereistelle, nicht hinnehmen. Wenige Wochen später, am 31. Januar 1981, wurde im Bozner Waltherhaus der Bibliotheksverband Südtirol gegründet. 58 Mitglieder schlossen sich zusammen, um die Interessen der Bibliotheken zu vertreten und bessere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit zu schaffen.

1980 / 1981

Eine Stimme – und praktische Hilfe

Von Anfang an hatte der BVS zwei Seiten: Er vertrat die Interessen der Bibliotheken und unterstützte sie ganz konkret bei ihrer Arbeit. Bereits in den ersten Jahren übernahm der Verband Katalogisierungs- und Erschließungsarbeiten. Gleichzeitig setzte er sich mit Nachdruck für eine gesetzliche Absicherung des Bibliothekswesens ein.

1983 war ein wichtiges Ziel erreicht: Südtirol erhielt sein Bibliotheksgesetz, 1990 folgte das Schulbibliotheksgesetz.

ab 1992

Bibliotheken verändern sich – der BVS auch

Die Aufgaben der Bibliotheken wuchsen stetig, hauptamtliche Fachkräfte gab es jedoch nur wenige. Der BVS begleitete diese Entwicklung intensiv und unterstützte die Bibliotheken mit Beratung, Fortbildung und einem stetig wachsenden Dienstleistungsangebot.

Und natürlich mit Technik. Ab 1992 ersetzte die elektronische Katalogisierung nach und nach Karteikarten und Zettelkataloge. Später wurden die Bibliotheken digital miteinander vernetzt. Auf BISON und BISON II folgte schließlich myArgo, der heutige Südtiroler Gesamtkatalog.

Aus der technischen Unterstützung der Anfangsjahre entwickelte sich der BVS dabei immer stärker zum IT-Kompetenzzentrum für Bibliotheken.

um 2000

Gemeinsam professioneller

Besonders die Jahre um die Jahrtausendwende brachten einen weiteren Entwicklungsschub. Qualitätssicherung, neue Standards in der Medienbearbeitung, moderne Bibliothekssoftware und Fortbildung griffen zunehmend ineinander.

Der BVS wuchs personell, baute seine Dienstleistungen aus und verstärkte zugleich den Austausch mit Bibliotheksverbänden und Fachleuten außerhalb Südtirols. Aus einzelnen Unterstützungsangeboten entstand nach und nach das breite Serviceangebot, das den Verband heute prägt.

ab 2009

Ein Netzwerk entsteht

Dabei ging und geht es nie nur um Dienstleistungen. Arbeitsgruppen, Fortbildungen, die Verbandszeitschrift „Zum Lesen“, gemeinsame Reisen und Aktionen bringen Menschen aus den Bibliotheken zusammen. Seit 2009 macht der Tag der Bibliotheken ihre Arbeit landesweit sichtbar.

Aus 58 Gründungsmitgliedern sind inzwischen 1.855 Mitglieder (Stand Ende 2025) geworden. Aus einem kleinen Verband ohne eigenes Büro ist ein Fach- und Dienstleistungsverband mit Standorten in Bozen und Bruneck geworden.

Seit 2022 gehört der BVS dem Dritten Sektor an, seit 2024 als Körperschaft des Dritten Sektors (KDS).

Heute

Und die Geschichte geht weiter

Bibliotheken haben sich seit 1981 grundlegend verändert – und werden sich weiter verändern. Der BVS hat diesen Wandel nicht nur begleitet, sondern an vielen Stellen mitgestaltet.

Der Auftrag dahinter ist konstant geblieben: den Bibliotheken eine starke Stimme geben, sie bei ihrer Arbeit unterstützen und gemeinsam das Bibliothekswesen in Südtirol weiterentwickeln.